Die Psyche und ihre magnetischen Kräfte

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Die Psyche und ihre magnetischen Kräfte

von Markus Jensch

Wir alle kennen Menschen, die wir „anziehend“ finden. Der Begriff „attraktiv“ steht für diesen Effekt, dem sich niemand entziehen kann. Doch wen der eine anziehend findet, den mag der andere vielleicht gar nicht, findet ihn womöglich sogar „abstoßend“. Die beiden Effekte sind uns aus dem Phänomen des Magnetismus bekannt. Die Kraft eines Magneten kennen wir aus dem Physikunterricht in der Schule – oder vielleicht haben wir schon als Kinder mit Magneten gespielt.

Magnetische Kräfte sind uns begegnet, als wir Tonbänder mit unserer Lieblingsmusik bespielt haben. Sie steuern auch die Codierung von Geld/Kreditkarten. In den Windkraftanlagen sorgen Magnetfelder, in denen sich Eisenkerne drehen, für die Produktion elektrischer Energie. Bei dem Transrapid sorgen Magnete dafür, dass der Zug mit 400 km/h über die Stahlbahn hinweg schwebt.

Wenn Menschen sich besonders anziehend finden, entstehen ungeheure Kraftfelder, die wir zum Beispiel „Liebe“ nennen. Abstoßungskräfte führen zu „Hass“ und Krieg. Besonders stark wirkt die Abstoßung, wenn zuvor Liebe als starke Bindungskraft gewirkt hat. Seitdem die Epigenetik bewiesen hat, wie seelische Kräfte (Gedanken) physischen Reaktionen in Gang setzen, besteht kein Zweifel mehr daran, dass „Blicke töten“ können, dass ein ernster Blick Schuldgefühle erzeugen oder eine Geste der Zuneigung einen Menschen „in Wallung“ bringen kann. Wir werden rot, kommen ins Schwitzen, fangen an zu stottern oder werden durch Adrenalin in „Rage“ gebracht. Anziehung und Abstoßung sind die Kern-Kräfte des psychodynamischen Beziehungsgeschehens.

Das psychodynamische Strukturmodell SYNCHRONIZING® basiert auf den psychomagnetischen Kraftfeldern, die sich zwischen den Menschen mehr oder weniger stark aufbauen und sowohl schöpferische Spannungsfelder als auch Aggressionsfelder zur Wirkung bringen. Die unseligen Kraftfelder eines Adolf Hitler haben zig Millionen Menschen das Leben gekostet und ganze Länder in den Ruin gestürzt. „Anziehende“ Gedanken, Gesten und Worte haben Millionen Menschen magnetisiert, verdreht und vom rationalen Denken abgebracht.

Alle Menschen drehen sich um magnetische Pole ihrer Persönlichkeit. Sie steuern von diesen Polen aus ihre Beziehungsdynamik zu ihren Mitmenschen. Wenn wir unsere Drehachsen – also die Kraftpole – unserer Persönlichkeit kennen, können wir beginnen, sie bewusst zu regulieren. Auf dieser Erkenntnis beruhen die Wirkmethoden des SNCHRONIZING®-Strukturmodells, das Ende der Achtziger Jahre entwickelt und bis heute zu einer Anwendungsreife entwickelt wurde, die eine vergleichsweise präzise Verhaltenssteuerung möglich macht. Drei Hauptachsen und 24 Nebenachsen sind im Modell beschrieben. Wir drehen uns – wie ein Wollknäuel um eine hindurch gesteckte Stricknadel. In wechselnden Beziehungen ändern wir die Steckrichtung der „Nadel“. Und so, wie wir die Nadel stecken, so verhalten wir uns dann. Die Bewusstmachung unserer bevorzugten Polarisierungen gibt uns die Möglichkeit zur Umpolarisierung wenn wir dies wünschen.

Coaching ist – psychodynamisch gesehen – die Befähigung zur gezielten Umpolarisierung und damit zur Veränderung der Selbstwirkung.

 

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